Verein der Freunde und Förderer - Alte Musik am Mittelrhein e.V.

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Mittwoch, den 05. Mai 2010 um 12:30 Uhr

Sonntag, 24. Oktober 2010, 18 Uhr
Florinskirche Koblenz

Schwanengesang-Flyer

Hanna Lee - Sopran,
Albert Frey - Altus,
Robert Sellier - Tenor,
Benedikt Göbel - Bass

Cappella Confluentes
Hermann Burck, Rezitation

Leitung Jörn Andresen

Einführung in das Werk um 17 Uhr

 

Das Wort „Schwanengesang“ geht auf einen griechischen Mythos zurück, nach dem Schwäne vor ihrem Tod ein trauriges letztes Lied singen.

Um das Jahr 1671 bereitete sich Heinrich Schütz auf seinen baldigen Tod vor; er war bereits 86 Jahre alt und hatte sogar einige seiner Schüler überlebt.Zu dieser Zeit vertonte Schütz in elf doppelchörigen Motetten den Psalm 119. Diese Motetten stellte er zusammen mit zwei weiteren Motetten über Psalm 100 und das Deutsche Magnificat zu einer Sammlung zusammen, die in seinem Umkreis als „Schwanengesang“ bekannt wurde.

Nachdem Schütz im Jahr 1672 gestorben war, geriet der „Schwanengesang“ zusammen mit seinen anderen Kompositionen für über 200 Jahre in Vergessenheit. Als Schütz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Komponist wiederentdeckt wurde, war zwar aus zeitgenössischen Dokumenten bekannt, dass er den „Schwanengesang“ komponiert hatte, die Noten galten aber als unwiederbringlich verloren. Erst Mitte der 1970er Jahre wurden die Stimmbücher wiederentdeckt. Mehr als drei Jahrhunderte nach seiner Entstehung wurde der „Schwanengesang“ nun aufgeführt – sehr wahrscheinlich zum ersten Mal überhaupt.

Das Werk ist ganz auf die Deutung und Verdeutlichung des biblischen Textes und kunstvolle Polyphonie ausgerichtet. Durch diese Klangfülle und die Pracht der Doppelchörigkeit üben die Motetten auf den Hörer einen besonderer Reiz aus, dem man sich nur schwer entziehen kann.


Die beiden Alte Musik Ensembles Cantus Floridus und Cappella Confluentes arbeiten nun schon einige Jahre auf höchstem Niveau zusammen und sind inzwischen aus der Koblenzer Kulturszene kaum noch wegzudenken. In ungewöhnlicher Instrumentierung (u.a. historische Posaunen, Violinen, Zink und Dulcia, zwei Chöre und Gesangssolisten) bauen die Musiker in der illuminierten Florinskirche dem Publikum eine emotionale Brücke über die Jahrhunderte.

Die musikalische Leitung übernimmt Jörn Andresen, die Einstudierung des Chores Christian Tegel. Solisten des Abends sind Robert Sellier und NN aus München


Karten ab dem 1. September

18,- €
(ermäßigt:15,- €)

bei Koblenz Touristik unter
0261 3038849 (Bahnhof)
0261 1291610 ( Rathaus) sowie an der Abendkasse.

 

 

 

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Aktualisiert ( Samstag, den 16. Oktober 2010 um 15:38 Uhr )
 
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